Das Leben (43): ... tempus fugit amor manet


tempus fugit - das waren noch Zeiten als man ...


- in Carnac auf einen Stein meditieren konnte. - in Stonehenge einfach durchschlendern konnte.

- in Newgrange alleine in keltische Gräber klettern konnte.

- man die Spanische Treppe noch für sich fast alleine hatte. - nur eine Handvoll Leute beim Dom in Florenz anstanden.

- Fährüberfahrten nachts in den Kabinen unter den LKW-Decks und der Wasserlinie verbrachten.

- ...


... all solche Gedanken kamen uns als wir unsere Dias sichteten, aussortierten und die Schönsten zum Digitalisieren brachten. Gar nicht schlecht diese Digitalisierung kam mir spontan der Gedanke als die Bilder auf den Stick zurück bekam. Die Dias hatten in den Farben nachgelassen und waren angelaufen und kamen nun besser als zuvor wieder auf meinen Rechner zum Vorschein.


Damals vor gut 40 Jahren waren wir immer mit Zelt und Mini-Budget unterwegs - 500 DM (also ca. 250 €). Navigation fand mit Karte und Büchern statt und wenn es einmal nicht mehr weiter ging, so hat man einfach jemanden gefragt, sofern jemand auf der Strasse war und dann musste man sich ja auch verständigen. Aber es hat funktioniert. Heute hat man Navigationssysteme - man fragt nicht mehr. Schade eigentlich, denn so viele Abenteuer, Erlebnisse und freundliche Menschen hätten wir verpasst.


Viele Bilder haben wir auch "entsorgt" - vor allem Gebäudeaufnahmen - aber warum? Als wir abends zusammen saßen, kam es uns. Damals gab es nur Reiseführer mit Text und Zeichnungen und wir wollten alles festhalten. Heute kann man mit einem Klick wesentlich bessere Bilder einfach anschauen und sogar herunterladen. Mit Google Street View sogar direkt durch die Strassen bummeln - schon super.


Tempus fugit - nicht immer schlecht.


amor manet - soviel hat sich dann nicht verändert...


In vielen Bildern und Situationen konnten wir uns wieder finden und würden es heute wahrscheinlich wieder so machen. Erstaunlich wie man seine Vorlieben, Lieben, Neigungen bis heute fast unverändert beibehält.

Sehr gelacht haben wir über ein Bild unserer Küche in München. Damals selbst geplant, zusammen gebaut und liebevoll eingerichtet. Zunächst ruhte unser Blick auf der Küche selbst bis wir nach und nach die Dekoration wahrnahmen : eine Teedose aus England, dies und jenes, was noch heute unsere Küche ziert.

Und soviel haben wir uns dann im Kern doch nicht verändert.


Eugen





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