Seminar : Bodensee Juli 2017 Himmel - Erde - Mensch


Das elfte Seminar am Bodensee Anfang des Jahres schrieb ich im Blog: 2017 ist eine Primzahl - eine natürliche Zahl mit genau zwei verschiedenen natürlichen Teilern. Eine Primzahl ist nur durch 1 und sich selber teilbar. Also ein einmaliges Jahr. Elf ist auch eine Primzahl – die erste Zweistellige. Das elfte Seminar am Bodensee herauszuheben hat mir auf Anhieb gefallen. Im Gegensatz zu zehn, das sich etwas „festschreibend“ anfühlte. 11 das klingt: - nach weiter - nach Aufbruch - nach Frische - nach Lust auf Neuem

„ ... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...“

Beim Vorbereiten eines Seminars braucht es immer etwas Zeit der Vorbereitung und Einstimmung. So jagen einem tausend Gedanken durch den Kopf. Themen , die man angehen könnte und auch wieder verwirft - wer ist dabei, was passt da für ein Programm, welche Übungen... Irgendwann macht es dann „plopp“ und es ist einfach klar. Eines ergibt das andere und schon fügt sich alles zusammen. So auch dieses Mal. Hier einige Flashes aus meinen wüsten Gedankenstürmen.

Ginkho

Begonnen hat alles mit einem Katalog des Klosters Maria Laach. Die Benediktinerabteitei am Laacher See hat mich von jeher fasziniert und seit meinen ersten Besuch dort einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. So blätterte ich und stolperte über einen Handschmeichler. „Na ja, das war bisher nicht so meines“, aber so nach und nach freundete ich mich mit dem Gedanken und mit dem Handschmeichler an. Ja – warum eigentlich nicht. In Meditationen mache ich das doch auch - mit Steinen oder anderen Gegenständen und hier „mein“ Ginkho, der mein Logo so schön zierte, perfekt.

Das Ginkgo-Blatt steht als Symbol für die Liebe und das ewige Leben, sowie für geistige Gesundheit bis ins hohe Alter. Ein schöner Begleiter für jede Gelegenheit.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...“ Hermann Hesse

Dass die Künstlerin Andrea Zrenner dieses Gedicht zum Ginkho gewählt hat, das mich ebenfalls schon lange begleitet und immer wieder eine Faszination auf mich ausübt, war eigentlich die perfekte Kombination. des Handschmeichlers. So hatte ich auch endlich den Schub, diese Gedicht im Seminar zu verwenden.

„Übe stets so als sei es das erste Mal“ Chungliang Al Huang

Im März hatte ich die Möglichkeit mit Chungliang Al Huang zu üben. Der Taiji-Meister, der so ganz auf der anderen Seite der Lehrerskala steht. Freude am Üben vermittelnd, locker sein, Spaß haben, tanze deine Übungen, singe deine Übungen. Ungewöhnlich ja – aber wenn man sich einläßt eine faszinierente Art. Eine wesentliche Essenz seines Unterrichtens: Übe stets so als sei es das erste Mal. Für mich ist das Beglückenste die Freude, stets ein Anfänger beim Üben zu sein. Üben ist ein steter Lernprozess, man schließt die Übung niemals ab, sondern folgt einfach seiner eigenen Entwicklung. „Und jedem Anfang...“